CSA-Übung in Vilshofen
Feuerwehren Strasskirchen, Salzweg und Hutthurm üben am Ausbildungszug der Deutschen Bahn in Vilshofen.
Um die Einsatzkräfte von Feuerwehren auch auf mögliche Einsätze mit Gefahrgut vorbereiten zu können, betreibt die Bahn einen besonderen Ausbildungszug Gefahrgut. Dieser besteht u. a. aus einem Leckagewagen, an dem das Abdichten von Leckagen praxisgerecht geübt werden kann. Der Ausbildungszug wird auf Anforderung am Standort einer Feuerwehr kostenlos zur Verfügung gestellt. Auch die Ausbildung, bestehend aus einem praktischen und einem theoretischen Teil, durch erfahrene Ausbilder der Bahn ist kostenfrei.
Bei der Schulung auf dem Bahnhofsgelände in Vilshofen handelte es sich um eine Übung zur Erkennung von Gefahrensituationen und zur Beherrschung der möglichen Unregelmäßigkeiten, erklärte Horst Fechner, Leiter des Ausbildungszuges. Trotz hoher Sicherheitsstandards bei der Deutschen Bahn AG könne es diese Unfälle immer wieder geben. Die Männer der Freiwilligen Feuerwehren übten für genau diesen Ernstfall: das Austreten eines gefährlichen Stoffes an einem Kesselwagen der Bahn, ein Leck also. Zu diesem Zweck stellte die Deutsche Bahn einen speziellen Ausbildungszug zur Verfügung, der zum ersten Mal auch in Vilshofen Halt machte.
Der Ausbildungszug Gefahrgut ist deutschlandweit circa 42 Wochen im Jahr unterwegs. Das ist die einzige Möglichkeit für die Feuerwehren, die Praxis zu erproben, so Horst Fechner. Die Männer können somit auch die richtige Handhabung ihrer Geräte und Instrumente testen. Für den Ernstfall seien sie dann bestens vorbereitet.
Wie grüne Marsmännchen sahen die Mitglieder der Feuerwehren aus, als in ihren Chemieschutzanzügen das Leck am Testwagen abdichteten. Dieses Mal nur zu Trainingszwecken, dennoch fachgerecht mit Keilen und Dichtkissen. Die Vorgabe lautete: Benzin tritt aus, erklärten Gruppenführer Peter Meisinger und Rudi Hofbauer von den Feuerwehren Strasskirchen und Hutthurm. Gott sei Dank passiere das in der Praxis eher selten, aber vorbereitet muss man ja schließlich sein.
Seit der Vereinigung der Deutschen Reichsbahn (DR) mit der Deutschen Bundesbahn (DB) im Jahr 1994 hat die daraus entstandene Deutsche Bahn AG keine eigene Gefahrenabwehr mehr. Feuerwehr und Technisches Hilfswerk rücken nun im Notfall an.
Am Ende der Übung war Horst Fechner mit der Arbeit der Feuerwehren sehr zufrieden. Mit der von ihnen benutzten Technik haben die Männer das wirklich gut gemacht, sagte er. Und schnell waren sie auch noch.



