23.02.2008

Brand im Gut war schwierigster Feuerwehr-Einsatz

Michael Schuster (2.v.li.) übergab der Führung die druckfrischen Jahresberichte, v.li. Vorstand Hermann Engl, Jugendwart Stefan Bauer, Kommandant Josef Thoma und KBI Alois Fischl.

Lobenswerte Nachwuchsarbeit  – Wehren haben im Ort hohen Stellenwert

Straßkirchen  Die Verantwortlichen der Freiwilligen Feuerwehr machten bei der Generalversammlung deutlich, dass es zwischen Verein und Einsatzbereich stimmen muss. Dass dies in Straßkirchen  der Fall ist, betonte KBI Alois Fischl in seinem Grußwort ganz ausdrücklich. Michael Schuster übergab bei diesem Anlass seinen sehr professionell gemachten Jahresbericht 2007, den Peter Mindl gratis gedruckt hat,  an die Offiziellen und die Mitglieder.

Nach der Totenehrung für Josef Engl, Altbürgermeister Georg Knon und Josef Meisinger blickte Vorstand Hermann Engl auf ein recht abwechslungsreiches Vereinsjahr zurück.  Bürgermeister Horst Wipplinger machte deutlich, dass das Feuerwehrwesen eine Pflichtaufgabe des Staates und der Kommune sei. Deshalb werde man auch für die Ersatzbeschaffung des fast 30 Jahre alten Tanklöschfahrzeuges bald Mittel in den Haushalt einstellen. „In unserer Gemeinde haben die drei Wehren einen hohen Stellenwert“, betonte Wipplinger zum Abschluss.

Kommandant und KBM Josef Thoma sprach die dreißig Einsätze und die vielen Übungen an, die von den Aktiven enormen Zeitaufwand gefordert hätten. So habe es Brände gegeben, Ölspuren waren zu beseitigen, Unfallopfer mussten geborgen, umgestürzte Bäume von der Fahrbahn geschafft werden, Straßenabsperrungen durchgeführt und Sicherheitswache geschoben werden.  Aber auch die Ausbildung sei nicht zu kurz gekommen, so etwa zum Motorsägenführer . Man habe relevante Betriebe besichtigt, damit im Einsatzfall Ortskenntnis vorhanden ist. Auch mit der  Betriebsfeuerwehr von Wacker Burghausen gebe es eine Verbindung und demnächst dürfe die Wehr dort eine Gefahrgutübung durchführen. Thoma wies auch auf das neue Feuerwehrgesetz hin, nachdem die Zeit des aktiven Dienstes künftig erst mit 63 Jahren endet. Zum Abschluss nahm der Kommandant noch vier junge Damen per Handschlag in den Kreis der Aktiven auf, weil sie das 18. Lebensjahr vollendet haben.

Jugendwart Stefan Bauer berichtete von 14 Mitgliedern der Jugendwehr. Die vielen Veranstaltungen, Wissenstest und Übungen zeigten, dass sich bei den Jungen etwas rührt. Beim Jugendzeltlager habe man unter 44 Wehren im Lagerwettkampf den hervorragenden 5. Platz belegt. Michael Schuster hat als Atemschutzbeauftragter 20 Atemschutzträger in seinen Reihen. Dieser Dienst  verlange eine besondere körperliche Fitness und stelle auch sonst hohe Anforderungen. Schriftführer Konrad Ranzinger blickte auf 126 Termine des Vereins und der Aktiven zurück. Mit 72 aktiven Mitgliedern, 75 Fördernden, 13 Jugendlichen und 26 Ehrenmitgliedern habe man eine beachtliche Stärke. Erfreuliche Finanzen präsentierte Kassier Christian Nestler, was zur einstimmigen Entlastung der Vorstandschaft führte. In der anschließenden geheimen Wahl wurden als neue Vertrauensleute  Johann Puffer, Werner Kornexl, Karl Wolf und  Stefanie Waldbauer in die Vorstandschaft aufgenommen.  Ausgeschieden sind auf eigenen Wunsch Georg Angerer und Karl Küblböck, die Dankurkunden erhielten.  

KBI Alois Fischl gratulierte Michael Schuster zu dem hervorragend gestalteten Jahresbericht. Beim Rückblick stellte er fest, dass der Sturm Kyrill glücklicherweise unseren Bereich nur gestreift habe, trotzdem habe es viele Einsätze gegeben. Fischl lobte den Brandeinsatz im Gut Straßkirchen, der optimal abgelaufen sei. Er betonte, dass die Rettung von Menschen bei Verkehrsunfällen künftig kostenfrei sei. Der neue Digitalfunk werde wohl ab 2012 bis 2015 eingeführt, außerdem werden Ölwehren  als Sondereinheiten aufgestellt. Wegen der großen seelischen Belastungen würden Seminare in einem Programm „Hilfe wenn die Seele brennt“ angeboten. Zum Schluss gab es für alle ein Rehragout, zu dem Feuerwehrkamerad Max Nigl zwei Rehe gestiftet hatte.