13.03.2009
Feuerwehr setzt auf Verjüngungskur
Neues Löschfahrzeug und zehn Neue für die Jugendwehr - Vorbereitungen für 125-jähriges Gründungsfest
Straßkirchen. Der Freiwilligen Feuerwehr stehen turbulente Zeiten bevor: Zum einen beginnen die Vorbereitungen auf das 125-jährige Gründungsfest, das im nächsten Jahr gefeiert wird und in dem die Wehr auch das neue Fahrzeug LF 20/16 bekommt; zum anderen stehen personelle Veränderungen an der Spitze der Wehr an, die gründlich vorbereitet werden müssen.
Denn Vorsitzender Hermann Engl wird aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung stehen und Kommandant Josef Thoma, der zugleich Kreisbrandmeister ist, gibt seinen Führungsposten in der Straßkirchner Wehr auf.
Trotz dieser anstehenden Herausforderungen verlief die Generalversammlung nach dem Totengedenken für Martin Wimmer sen. wie gewohnt harmonisch. Vorsitzender Hermann Engl stellte die vielfältigen Aktivitäten des Vereins heraus und dankte allen, die ihn so tatkräftig unterstützt haben. Kommandant Josef Thoma nannte Einzelheiten zu den 18 Einsätzen, wobei die Explosion der Biogasanlage in Seiersdorf das spektakulärste Ereignis war. Bei zwölf Übungen habe die Fortbildung im Vordergrund gestanden, so Thoma, der an die Aktiven appellierte, sich noch zahlreicher am Übungsgeschehen zu beteiligen. Nur so ließen sich im Ernstfall Einsätze gekonnt und unfallfrei bewältigen.
Die Besichtigung der Wehr im Januar 2008 durch die Führungskräfte sei ohne Beanstandung verlaufen. Die notwendigen Lehrgänge seien absolviert worden. Der Kommandant ernannte per Handschlag fünf junge Frauen und einen Burschen zu Feuerwehrfrauen beziehungsweise zum Feuerwehrmann und nahm zehn Jugendliche in die Jugendwehr auf. Thoma wies noch darauf hin, dass im nächsten Jahr das Jubiläum mit 50 Gastwehren gefeiert werde und verabschiedete Robert Grubmüller nach 37 Jahren im aktiven Dienst in den Feuerwehrruhestand.
Bürgermeister Horst Wipplinger zollte der Wehr Anerkennung für die professionelle Darstellung in den Medien und im Jahresbericht, den Michael Schuster sehr ansprechend gestaltet hat. Auch die Nachwuchswerbung laufe vorbildlich, was auch der Zulauf an Jungen zeige. Dafür nehme die Gemeinde auch gerne Geld in die Hand, um die notwendige Ausrüstung wie das neue Löschfahrzeug zu stellen.
Kreisbrandinspektor Alois Fischl lobte die Kommune für ihre Unterstützung.
Aus dem Bericht von Jugendwart Stefan Bauer wurde deutlich, dass der Nachwuchs behutsam aufgebaut und intensiv beschult wird. Auch die Geselligkeit komme nicht zu kurz, die für Teamgeist und Kameradschaft unverzichtbar sei. Für die hervorragende Jugendarbeit gab es 2008 den Baptist-Kitzlinger-Preis der Jungen Union. Fünf Angehörige der Wehr schafften die Deutsche Jugendleistungsspange. Mit der Friedenslichtaktion wurde zu Weihnachten das Jahr beschlossen.
Für die 18 Atemschutzträger zog der Beauftragte Michael Schuster Bilanz. Bei drei Einsätzen sei man gefordert gewesen, siebenmal habe man geübt. Stefan Bauer und er selbst hätten auch den Brandhauslehrgang in Würzburg absolviert.
Den Mitgliederbestand gab Schriftführer Konrad Ranzinger bekannt. 75 Aktiven und 15 Jugendlichen stehen ein Passiver, 26 Ehrenmitglieder und 75 Fördernde gegenüber. Mit 91 Vereinsterminen habe sich im Berichtsjahr einiges gerührt. Jetzt beginne die Gestaltung der Festschrift zum Jubiläum, für die man sich alte Fotos über die Wehr von den Gemeindebürgern wünsche.
Kassier Christian Nestler legte geordnete Finanzen vor, die insbesondere wegen des Ergebnisses der Christbaumversteigerung so positiv ausfallen. Da fiel die Entlastung der Führung niemandem schwer.




