So sah die FF Straßkirchen im Jahre 1905 aus.

Druckereichef Peter Mindl (v.li.) übergab die druckfrischen Exemplare der Festschrift an Vorstand Hermann Engl, Kommandant KBM Josef Thoma und das Redaktionsteam Konrad Ranzinger, Stefan Bauer und Josef Heisl. (Foto PNP)

02.06.2010

Die FF Straßkirchen feiert 125-jähriges Gründungsjubiläum

informative Festschrift übergeben - am Freitag kommen die „Wellküren“

Von Josef Heisl

Straßkirchen Die FF Straßkirchen kann auf eine wechselvolle Geschichte mit 125 Jahren Dienst am Nächsten zurückblicken. Dieses Jubiläum wird am kommenden Wochenende vom 11. bis 13. Juni groß gefeiert. Zeitgleich erhält auch ein neues Einsatzfahrzeug LF 20/16 die kirchliche Weihe. Eine informative Festschrift zeigt die Geschichte des Feuerlöschwesens, der Wehr und des Ortes Straßkirchen auf.

Die Jubiläumswehr wurde am 4. Oktober 1885 von Brauerei- und Gutsbesitzer Carl Hellmannsberger und 43 Gleichgesinnten gegründet. Hellmannsberger stellte das Gros der Wehrmänner aus seinem Betrieb und wurde auch der erste Vorstand. Man befand sich damals in guter Gesellschaft, weil in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in der Region die Wehren förmlich aus dem Boden schossen. Generationen von Feuerwehrleuten und vor allem Führungskräften sorgten bis heute dafür, dass die FF Straßkirchen zwei Weltkriege überdauerte und aktuell einen hohen Ausbildungs- und Ausrüstungsstand hat. Nach dem 2. Weltkrieg, als das Land darnieder lag und viele Männer nicht mehr aus dem Krieg zurückkehrten, war es Johann Girmindl aus Stolzesberg der die Wehr wieder aufbaute und ihr von 1945 bis 1957 als Kommandant vorstand.

Nun wurden Zug um Zug Geräte und Fahrzeuge beschafft, an Stelle des Spritzenhauses von 1928 ein Feuerwehrhaus im Ortszentrum 1968 neu gebaut und im Jahre 1994 eine Jugendgruppe gegründet. Heute gehören dieser 20 Mädel und Burschen an, so dass für die Zukunft bestens vorgesorgt ist. Weil das Gerätehaus langsam zu klein geworden war, begann man 2001 mit der Planung des jetzigen Feuerwehrhauses. Am 13. Juli 2003 wurde der Bau in verkehrsgünstiger Lage eingeweiht. Alle diese Maßnahmen wurden in enger Kooperation mit der Gemeinde, deren Pflichtaufgabe das Feuerwehrwesen ist, umgesetzt. Herausragend war dabei die jeweilige Eigenleistung der Wehr. Auch an den Kosten des jetzigen „Flaggschiffes“, dem Einsatzfahrzeug LF 20/16, hat sich die FF Straßkirchen wieder erheblich beteiligt. So ist die Wehr für alle Herausforderungen gerüstet, ob technische Hilfeleistung oder Brände.

Die Geschichte des Feuerlöschwesens und insbesondere der FF Straßkirchen hat Josef Heisl in einer umfangreichen Festschrift dokumentiert. Dabei ging der Autor auch auf wesentliche Punkte der Geschichte von Straßkirchen ein. Neben diesen Informationen wurden vom Redaktionsteam, dem noch Stefan Bauer und Konrad Ranzinger angehörten, auch viele interessante historische und aktuelle Bilder zusammengestellt. Das Büchlein, das auch von vielen Werbepartnern mit getragen wird, kann für 3 Euro bei der FF Straßkirchen und während des Festes bei allen Veranstaltungen gekauft werden.

Für das Fest, bei dem Bürgermeister Horst Wipplinger Schirmherr ist, haben sich die Verantwortlichen einen echten Kracher geangelt. Am Freitag kommen ab 20 Uhr erstmals die „Wellküren“ mit ihrem neuen Programm „Beste Schwestern“ nach Straßkirchen. Mit dem traditionellen Preisschafkopfen der Jungen Union Salzweg/Straßkirchen, Einschreibung um 12 Uhr, beginnt der Samstag. Um 12 Uhr ist Einschreibung, ab 13 Uhr wird gespielt. Um 19 Uhr folgt auf der Scheibe ein Festakt mit Totenehrung, Ehrenzeichenverleihung und der Weihe des neuen LF 20/16. Anschließend ist Festzeltbetrieb mit der Trachtenkapelle Straßkirchen. Am Sonntag folgt um 10 Uhr der Festgottesdienst auf dem Rasensportplatz mit anschließendem Festzug aller Feuerwehren und Ortsvereine durch Straßkirchen. Nach einem gemeinsamen Mittagessen im Festzelt klingen die Jubiläumstage mit der Festkapelle gemütlich aus.