14.07.2003

BRAND - Waldbrand, Salzweg/Grubweg

Der Waldbrand hielt gestern die Feuerwehren aus Salzweg, Grubweg, Oberilzmühle und Strasskirchen in Atem.

Brand an der B 12 – Straße für Stunden gesperrt

Salzweg (rem). Gestern Nachmittag wurden gegen 16 Uhr die Feuerwehren Salzweg und Grubweg zu einem kleinen Waldbrand in einem Waldstück neben der B 12 auf Höhe der Salzweger Kläranlage gerufen. Nachdem sich aber das Feuer rasch ausgebreitet hatte, mussten kurze Zeit später auch noch die Hilfskräfte der Feuerwehren Oberilzmühle und Strasskirchen alarmiert werden. Den Feuerwehrleuten gelang es schließlich, den Brand mit vereinten Kräften zu löschen. Während der Löscharbeiten musste die angrenzende Bundesstraße für mehrere Stunden total gesperrt werden. Mit der Brand-Ursache hält sich die Polizei noch bedeckt. Allerdings deuten zwei voneinander unabhängige Brand-Ausbruchstellen auf Brandstiftung hin. Nach Abschluss der Löscharbeiten wurde zum Aufspüren von verborgenen Glutnestern ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera eingesetzt. Der entstandene Schaden ließ sich bei Redaktionsschluss noch nicht beziffern.


Waldbrand: 13-Jährige zündelten

Buben gestanden gegenüber der Kripo – Mit Spraydose herum hantiert

Salzweg (rem). Ein Großaufgebot an Helfern hat am Dienstag zu einem Waldbrand zwischen Strasskirchen und Salzweg ausrücken müssen (PNP berichtete). Schon früh tippte die Polizei auf Brandstiftung. Gestern hat sich der Verdacht zum Teil bestätigt. Zwei 13-Jährige sind schuld an dem Feuer, sie hatten mit Spraydosen gezündelt. Wie berichtet, wurden am vergangen Montag die Feuerwehren rund um Salzweg zu einem Waldbrand neben der B 12 gerufen. Nachdem an der Brandstelle von der Polizei ganz deutlich zwei Brand-Ausbruchstellen zu finden waren gingen die Ermittler von Brandstiftung aus. Schon am selben Abend konnte die Polizei einen ersten Ermittlungserfolg vorweisen. Demnach konnten zwei 13-jährige Buben aus dem nördlichen Landkreis als Verursacher ermittelt werden. Die beiden hatten im Wald gezündelt und dabei den Sprühstrahl einer Sprühdose mehrmals angezündet. Als dann die ganze Dose Feuer fing, ließen sie die Burschen auf den trockenen Waldboden fallen. Das dadurch ausgelöste Feuer griff sofort um sich. Schließlich explodierte die Sprühdose und wurde 25 Meter weg geschleudert. Dabei entstand dann auch der zweite Brandherd. Da die Löschversuche der Verursacher scheiterten, riefen sie über den Notruf die Polizei und gaben an, zwei ca. 16-jährige Jugendliche weglaufen gesehen zu haben. Auf die Nachfragen der Kriminalpolizei hin gestanden die beiden Zündler schließlich ihre Schuld ein. Insgesamt zerstörte das Feuer rund 350 Quadratmeter Wald. Der Sachschaden beträgt nach ersten Schätzungen rund 2000 Euro. Da die Jungen noch nicht das vierzehnte Lebensjahr vollendet haben, und dadurch nicht strafmündig sind, kommen sie noch mal glimpflich davon. Ein Strafverfahren gegen die Buben kommt nicht in Betracht. Hart dürfte es nach geltendem Rech allerdings die Eltern der beiden Minderjährigen treffen. Sie müssen für den entstandenen Schaden zahlen. Hinzu kommen noch die Kosten des Feuerwehr-Einsatzes. Dabei fallen vor allem der eingesetzte Hubschrauber mit der Wärmebildkamera und die Lohnausfallkosten für die rund 80 Feuerwehrleute ins Gewicht.