Gespannt warteten die vielen jungen Feuerwehrangehörigen auf ihre wohlverdienten Urkunden und Abzeichen. Die Führungskräfte und die Bewerter (v.li.) KBI Alois Fischl, Bürgermeister Horst Wipplinger, KBR Josef Ascher, Kreisjugendwart Robert Anzenberger, KBM Josef Thoma, Doris Riedl, Heinz Vogl, Albert Reiss, Hans Höller, Franz Eder, Georg Stelzer und Stefan Bauer freuten sich über die guten Ergebnisse.
16.10.2010
Kreisbrandrat lobt FW-Jugend: „Wir hoffen auf euch, wir bauen auf euch“!
von Josef Heisl
Über 200 stellen sich dem Wissenstest – Kreisjugendwart Robert Anzenberger: hervorragende Ergebnisse
Straßkirchen Mit der Jugend sind die Feuerwehren im KBI-Bereich sehr gut aufgestellt. Dieses Fazit zog Kreisbrandinspektor (KBI) Alois Fischl anlässlich des diesjährigen Wissenstests für 224 Angehörige seiner Jugendfeuerwehren. Auch Kreis- und Bezirksjugendwart Robert Anzenberger lobte den Nachwuchs, den er als die Zukunft des Feuerwehrwesens bezeichnete.
Ausgezeichnet waren die Bedingungen, welche die FF Straßkirchen zur Verfügung stellte. Das sah auch der Kreisjugendwart so, der die Gesamtleitung der Mammutveranstaltung hatte. „Die Logistik ist hier vorbildlich und auch die Versorgung klappte bestens“, so Anzenberger. Alle Jahre wieder kommen die Nachwuchskräfte an einem Feuerwehrstandort zusammen und zeigen was sie gelernt haben. Anfang des Jahres bekommen die Wehren die Themenbereiche und dann wird fleißig gelernt und geübt. „Heuer haben wir den praktischen Teil weggelassen und nur schriftlich geprüft, erklärt der Jugendwart. Die Ergebnisse seien hervorragend.
Dabei gab es vier verschiedene Schwierigkeitsgrade, der Lohn war ein bronzenes, silbernes oder goldenes Abzeichen oder eine Urkunde. Zehn Bewerter korrigierten die Arbeiten der 12 bis 18-jährigen Prüflinge, die Fragebögen ausfüllen mussten. Dabei galt es die verschiedenen Feuerlöscher und deren Einsatzmöglichen ebenso zu wissen wie die Varianten der Verbrennung, die Bekämpfung von Flüssigkeitsbränden, Arten von Kleinlöschgeräten oder welche brennbaren Stoffe bestimmten Brandklassen zugeordnet werden. Wer weiß schon was eine Feuerpatsche ist, welche Gefahren bei einem Schwelbrand bestehen, wenn man Fenster oder Türen öffnet oder wozu eine Löschdecke besonders geeignet ist, die Mädel und Burschen von der Jugendwehr mussten das alles können.
Seine Verbundenheit mit dem Nachwuchs zeigte auch Kreisbrandrat (KBR) Josef Ascher. In seiner Ansprache bei der Abzeichenverleihung machte er deutlich, dass die Führungskräfte im Landkreis stolz auf ihren Nachwuchs sind. Dieser sei die Zukunft, wenn die Jungwehrler mit 18 Jahren in den aktiven Dienst übernommen werden. Ascher bedauerte, dass es immer schwieriger werde, Posten in den Feuerwehren zu besetzen. Den Jungen rief er zu: „Wir hoffen auf euch, wir bauen auf euch, ihr müsst in unsere Fußstapfen treten“, und bat sie, so weiter zu machen.
Salzwegs Bürgermeister Horst Wipplinger lobte den Wissenstest als die Grundausbildung für jeden aktiven Feuerwehrangehörigen. Er dankte den Jugendwarten in den Feuerwehr-Vereinen, die in der Jugendarbeit als Vorbilder voran gingen. Kreisjugendwart Anzenberger wies abschließend darauf hin, dass jetzt noch genügend Aktive zur Verfügung stünden. Er nehme aber die Jungen in die Pflicht bei der Gestaltung der Zukunft des Feuerwehrwesens.
KBI Alois Fischl betonte den guten Zulauf bei den Jugendwehren in seinem Bereich. „Das hängt auch mit der überaus aktiven Arbeit der Jugendwarte zusammen“, betonte Fischl. Hier gelte es auch einmal ein großes Lob an die Feuerwehr-Vereine auszusprechen, die sehr viel Geld in die Jugendarbeit investierten. Und darüber hinaus leisteten sie noch große Beiträge bei Beschaffungen. In 31 Feuerwehren habe er rund 1800 Aktive, davon immerhin etwa 300 aus der Jugendwehr, die älter als 16 Jahre sind. Jede Wehr habe derzeit auch eine Jugendgruppe! Man habe den Slogan ausgegeben, dass jeder Jungwehrler vor seinen Übertritt zu den Aktiven wieder einen Nachfolger anwerben solle. Der KBI freute sich besonders darüber, mit welcher Begeisterung die über 200 jungen Leute diesen Wissenstest absolviert hatten und wie stolz sie die Abzeichen entgegen nahmen.



